Das dreigeschossige, spätgotische, an eine Burg erinnernde Haus ist der älteste erhaltene Profanbau der Stadt Schlüchtern. 1797 erwarb es der Salzverwalter Wilhelm Stickel. Da Philipp Wilhelm Grimm, der die hanauischen Ämter Schlüchtern und Steinau verwaltete, mit Stickel befreundet war, kam er mit seinen Kindern – darunter Jacob, Wilhelm und Ludwig Emil – wiederholt zu Besuch. 1902 ging das Gebäude in das Eigentum der Stadt Schlüchtern über. Nach einigen Umbauten in den Jahren 1970/71 zog das Heimatmuseum der Stadt Schlüchtern hier ein. Zwischen 1978 und 1982 wurde das Gebäude komplett entkernt und erhielt eine neue Raumaufteilung. Nach der Jahrtausendwende mussten die Räumlichkeiten renoviert werden. Im Zuge der damit verbundenen Arbeiten wurde auch die Dauerausstellung neu konzipiert. 2007 konnte das Museum in seiner heutigen Form eröffnet werden. Im ersten Stock gibt es einen Raum, der den wichtigsten Vertretern der Familie Grimm gewidmet ist. Gezeigt werden persönliche Gegenstände aus deren Besitz sowie Aquarelle, Zeichnungen und Grafiken von Ludwig Emil Grimm.