Das 1844/45 errichtete spätklassizistische Bürgerhaus in der heutigen Goldschmidtstraße 12 ist die letzte erhalten gebliebene Wohnstätte Felix Mendelssohn Bartholdys. Unmittelbar nach der Fertigstellung bezog der Komponist gemeinsam mit seiner Familie die Beletage. Nach dem Einzug der Mendelssohns wurde das Haus schnell zum Treffpunkt der Leipziger Intellektuellen und Musikliebhaber. Berühmte Gäste gingen hier ein und aus: Komponisten und Musiker wie Robert und Clara Schumann, Louis Spohr, Ferdinand Hiller, Joseph Joachim und Nils W. Gade, die Leipziger Verleger Hermann und Raimund Härtel sowie Hermann Brockhaus, die Dichter Hans Christian Andersen und Emanuel Geibel und viele andere.
Das Haus war Ende der 1980er Jahre vom Abriss bedroht, konnte aber durch einen auf Initiative des Dirigenten Kurt Masur ins Leben gerufenen Verein gerettet und saniert werden. Am 4. November 1997, dem 150. Todestag des Komponisten, konnte darin ein Museum eröffnet werden. Es ist das weltweit einzige für den Komponisten, Virtuosen und Dirigenten. 2012 wurde der Verein in eine Stiftung überführt, die seitdem als Trägerin des Mendelssohn-Hauses fungiert.





