1972 wurde zunächst das in der Düsseldorfer Carlstadt gelegene Haus in der Bilker Straße 14 von der Stadt angemietet, um hier das neu gegründete Heinrich-Heine-Institut und die Heinrich-Heine-Arbeitsstelle unterzubringen. Nach Umbauarbeiten und Teilnutzungen konnten beide am 13. Dezember 1974 zu Heines 177. Geburtstag eröffnet werden. Später kam noch das Nachbargebäude Bilker Straße 12 hinzu. 1988 wurden beide Häuser miteinander verbunden; sie beherbergen seitdem das bei dieser Gelegenheit vergrößerte Heinrich-Heine-Institut, zu dem auch der Anbau und die frühere „Artothek“ im Hinterhof gehören. Mit rund 120 Nachlässen und Sammlungen ist das Heine-Institut reich an Archivschätzen zu Heinrich Heine, Robert und Clara Schumann, der Düsseldorfer Malerschule bis hin zu Rose Ausländer und Dieter Forte. Unter dem Titel „Romantik und Revolution“ präsentiert es die einzige Dauerausstellung zu Leben und Werk des 1797 in Düsseldorf geborenen Dichters und Weltbürgers Heinrich Heine. Künftig wird das Heinrich-Heine-Institut Teil des Ensembles „Straße der Romantik und Revolution“ sein.
Heinrich-Heine-Institut – Düsseldorf


Schumann-Haus Düsseldorf
Das Haus Bilker Straße 15 war von 1852 bis 1855 Wohnsitz des Musikerehepaars Robert und Clara Schumann und ihrer Kinder. Es ist das einzige in seiner historischen Bausubstanz erhaltene Wohnhaus der Familie. Clara Schumann hatte hier durch ein eigenes Studierzimmer die Möglichkeit, nach einer mehrjährigen Unterbrechung selbst wieder zu komponieren und als Klavierlehrerin tätig zu sein. Robert Schumann schuf in den rheinischen Jahren beinahe ein Drittel seines kompositorischen Gesamtwerks. Wichtige Teile des Gebäudes wurden in den vergangenen 100 Jahren kaum verändert: In den ehemaligen Wohnräumen der Schumanns im ersten Obergeschoss sind die alten Türen mit geschmiedeten Beschlägen aus der Zeit um 1800 ebenso erhalten wie die historischen Dielen und der Stuck. Aufgrund seiner besonderen historischen Bedeutung wird das Gebäude gegenwärtig denkmalgerecht saniert, erweitert und umgebaut – und als Schumann-Museum hergerichtet. Hier sollen hochkarätige Stücke aus der umfangreichen Schumann-Sammlung des Heinrich-Heine-Instituts gezeigt werden.
