Das zwischen 1791 und 1798 durch den Umbau zweier kleinerer Wohngebäude entstandene Pasqualatihaus gehörte früher dem Bankier und Kaufmann Johann Baptist Freiherr von Pasqualati, einem Bewunderer und Unterstützer Ludwig van Beethovens. Der Komponist wohnte hier mit Unterbrechungen zwischen 1804 und 1815. Zum Andenken daran wurde 1941 eine Hinweistafel am Haus angebracht und zusätzlich im vierten Stock eine Beethoven-Ausstellung eingerichtet. Seit 1947 befand sich ein Adalbert-Stifter-Museum in drei Räumen des Pasqualatihauses; seit 1996 sind dessen Bestände in zwei Gedenkräumen von Franz Schuberts Geburtshaus in der Nußdorfer Straße zu sehen. Das Pasqualatihaus gehört zur Dachorganisation Wien Museum.
Beethoven Pasqualatihaus Wien




Beethoven-Museum Wien
Heiligenstadt war im 19. Jahrhundert ein beliebter Kurort und ist heute Teil des 19. Wiener Bezirks (Döbling). Hier bewohnte der Komponist Ludwig van Beethoven 1802 einige Monate lang ein freistehendes Bauernhaus. Nachdem sich 1889 in Bonn der Verein Beethoven-Haus gegründet hatte, wurden auch in Wien Nachforschungen über Beethovens Wohnstätten betrieben. Dabei stieß man 1890 auf das Gebäude in Heiligenstadt. Es wurde 1967 von der Stadt Wien angekauft, die darin zunächst eine kleine Gedenkstätte einrichtete. 2017 wurde das Haus renoviert und die Ausstellungsfläche erheblich erweitert. Das Heiligenstäder Beethoven-Wohnhaus gehört zur Dachorganisation Wien Museum.





Schubert-Sterbewohnung – Wien
Franz Schuberts Bruder Ferdinand, der auch als Komponist tätig war, hatte unmittelbar nach der 1828 erfolgten Fertigstellung des zweigeschossigen Biedermeierhauses „Auf der neuen Wieden Nr. 694“ (heute Kettenbrückengasse 6) im zweiten Stock eine Wohnung (Tür 17) bezogen. Noch im September desselben Jahres holte er seinen seit langem kränkelnden Bruder Franz zu sich, der hier die letzten zweieinhalb Monate seines Lebens verbrachte und am 19. November 1828 um drei Uhr nachmittags verstarb. Das Sterbezimmer wurde vom Historischen Museum der Stadt Wien zu einer Gedenkstätte umgestaltet, die am 19. November 1954 eröffnet wurde und 1979 eine Erweiterung erfuhr. 1986 wurde das Gebäude generalsaniert; Fassaden, Fenster, Türen und das Dach wurden erneuert, der Hof wurde begrünt und ein verschütteter Brunnen wiederhergestellt.
Ergänzend zur Darstellung der Biographie Schuberts im Geburtshaus stehen in der Sterbewohnung die letzte Lebensphase und die späten Werke des Komponisten im Mittelpunkt.





Schubert-Geburtshaus – Wien
In einer kleinen Wohnung des einstöckigen Hauses „Zum roten Krebs“ (vormals: Nußdorfer Straße 71, heute Nr. 54) kam am 31. Januar 1797 Franz Schubert zur Welt. Er verbrachte hier die ersten viereinhalb Jahre seines Lebens; 1801 übersiedelte die Familie in das nahe gelegene Haus Säulengasse 3 („Zum schwarzen Rössel“). 1908 beschloss der Wiener Gemeinderat, das Geburtshaus des Komponisten anzukaufen und darin ein Schubert-Museum einzurichten. Die Gedenkstätte wurde am 18. Juni 1912 eröffnet. Zuerst 1953 und dann erneut in den Jahren ab 1966 wurde das Anwesen grundlegend renoviert und so eingerichtet, wie es um 1800 möbliert gewesen sein könnte. Die Wiedereröffnung erfolgte am 14. Mai 1969. Zwischen 1985 und 1987 wurde das Haus noch einmal generalsaniert.
In Wien teilt sich die museale Dokumentation zu Franz Schubert auf zwei Gedenkstätten auf: das Geburtshaus und die Sterbewohnung. Im Geburtshaus steht die Biographie des Komponisten im Mittelpunkt.



