Dass Wangen über ein Eichendorff-Museum verfügt, hängt mit der deutschen Nachkriegsgeschichte zusammen. Nach dem Zweiten Weltkrieg strömten viele Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in die vom Kriegsgeschehen nahezu völlig verschont gebliebene Stadt. Es kam zur Gründung einer Schlesischen Künstlerkolonie. In den Häusern der Siedlung auf dem Atzenberg wurden Schauräume eingerichtet, die Nachfolgeeinrichtungen vom Krieg zerstörter Vorgängermuseen in Oberschlesien sein sollten. Der Schriftsteller Willibald Köhler, der die Eichendorff-Gedenkstätte im Sterbehaus des Dichters in Neisse betreut hatte, richtete 1954 in Wangen ein Deutsches Eichendorff Museum mit von ihm gesammelten Erinnerungsstücken und Objekten ein und übernahm dessen Leitung. Nach seinem Tod ging die Sammlung Köhlers, die auch ein kleines Archiv beherbergt, in den Besitz der Stadt über. Seit 1986 ist sie im ehemaligen Färberhaus beim Pulverturm zu sehen, zwei Jahre später wurde sie in das Ensemble der Städtischen Museen integriert.
AtzenbruggBad Homburg vor der HöheBambergBayreuthBonnDresdenDüsseldorfEisenachFrankfurt am MainFrankfurt an der OderGreifswaldHamburgHanauJenaJoditzKasselKunersdorf im OderbruchLauffen am NeckarLeipzigLeonbergLuzernMarburgNeckarsteinachOberwiederstedtPirnaRammenauRheingauSchlüchternSteinauTübingenWangenWeinsbergWeißenfelsWienWiepersdorfWolgastWunsiedelZwickau
Deutsches Eichendorff Museum Wangen
©Stadtmuseum Wangen im Allgäu, Foto Rainer Jensch
©Stadtmuseum Wangen im Allgäu, Foto Rainer Jensch
©Stadtmuseum Wangen im Allgäu, Foto Rainer Jensch
©Stadtmuseum Wangen im Allgäu, Foto Rainer Jensch